Montag, 1. September 2014

Vergänglich - gesprengte Ketten

Stabile, massive Pfosten aneinandergereiht, eine dicke Stahlkette zwischen den einzelnen Pfeilern gespannt, wer kennt Dieses Bild nicht?
Meist vor öffentlichen Gebäuden zu finden, bieten diese Art von Umzäunung eigentlich überhaupt keinen Schutz. Man kann drübersteigen oder auch drunter her, oft auch als Sitzgelegenheit oder einer Art Spielplatzersatz von Kindern genutzt, die Funktion eines Sichtschutzes ist auch nicht zu erkennen.
Trotz alledem, sehen diese Art von Begrenzung imposant aus, sie sehen sehr mächtig, wertig aus und strahlen irgendwie Stabilität aus und passen meist optisch perfekt zu den dazugehörigen, meist älteren mächtigen Gebäude.

Auf den nachfolgenden Fotos zeigt sich aber ein ganz anderes Bild. Die Pfosten nicht mehr fest im Boden verankert, die Farbe fängt langsam an abzublättern und die massiven Ketten sind auch nicht mehr gespannt.
Der Eindruck, den sie eigentlich vermitteln sollten zeigen sie schon länger nicht mehr.
Was ist passiert?
Vandalismus, ein Autounfall vielleicht oder mussten sie den Baumaßnahmen des alten, 1930 erbauten, Landratsamtes in Unna Tribut zollen?
Luxuswohnungen beherbergt jetzt die "Residenz am Landratsamt".

Wenn man die Antwort auf die Frage weiß, wem das Grundstück, der Vorplatz, der verbreiterte Bürgersteig gehört, der Stadt Unna oder dem neuen Besitzer des Gebäudes, könnte man vielleicht erahnen wie lange es noch dauern wird oder ob die massiven Pfosten mit ihren mächtigen Ketten überhaupt mal wieder, in vollem Glanz ihren Dienst aufnehmen werden. Ihren Dienst als Zierabgrenzung, um einen kleinen Teil dazu beizutragen, das allgemeine Stadtbild der Innenstadt von Unna zu bewahren.







Diese Fotos, bzw. ähnliche hatte ich bereits einige Tage vor diesen Aufnahmen gemacht, allerding hatte ich da lediglich mein Kit-Objektiv, das 18-70 mm benutzt. Die Aufnahmen gefielen mir im nachhinein nicht so besonders und daher bin ich mit meinem Lieblingsobjektiv, dem 50 mm 1,7 von Minolta losgezogen und habe die Pfosten mit den schweren Ketten ein wiederholtes mal aufgenommen.

Wie gefallen Euch die Aufnahmen?

 

Findet Ihr die schwarzweißen oder die farbigen Fotos besser und aussagekräftiger?

 

Habe ich es mit der geringen Schärfentiefe übertrieben oder gefällt Euch der Schärfeverlauf?

Euer Andreas





Kommentare:

  1. Hey Andreas,
    erstmal vielen Dank für deine lieben Kommentare auf meinem Blog! :)

    Ich persönlich mag Schwarz/Weiß-Aufnahmen total gerne! Aber ebenso gerne farbige... Es muss eben zur Stimmung passen!. In dieser Serie würde ich die Schwarz/Weißen bevorzugen! Ich finde einfach dass das Farblose die düstere Stimmung der veränderten Ketten und Stangen nochmal unterstreicht.. :)
    Toll finde ich wie viel du zu deinen Bildern schreibst... Ich bekomme sowas nicht auf die Reihe :D

    Liebe Grüße von Marie

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    1. Vielen lieben Dank Marie für die schönen Worte.

      Mir gefallen die Schwarweißfotos, genau aus dem selben Grund viel besser, wollte aber auch eine kleine Auswahl farbiger Alternativen zeigen.
      Aber nur in s/w kommt auch wirklich die Stimmung auf, die ich bezwecken wollte.

      Gruß, Andreas

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  2. Hallo Andreas,
    auch mir gefallen in dieser Serie deine sw-Fotos besser. Und der Schärfeverlauf ist m.E. nach auch klasse. Das war dann wohl die 50mm-Frestbrennweite.
    Mehr davon
    Peter

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    1. Vielen Dank Peter!

      Was soll ich sagen, ich liebe das 50mm, gerade wegen dem Schärfeverlauf. Momentan ist das auch mein "immer-drauf-Objektiv" und das wird es wohl auch eine ganze Zeit lang bleiben.

      Gruß, Andreas

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