Mittwoch, 17. September 2014

Die Suche nach dem Ich - Teil 1

Wer von Euch Fotobegeisterten kennt sie nicht, die Frage nachdem man sein Hobby erwähnte:

"Was fotografierst Du denn so?"


Wie lautet denn dann Eure Antwort, etwa auch:
  • "Eigentlich alles" oder 
  • "Alles was mir vor die Linse kommt"?

Oft wurde mir diese Frage gestellt und genauso oft habe ich auch mit einer dieser Antworten gekontert.  


Habe ich damit den Fragenden zufrieden stellen können?


Es war für mich immer ein komisches Gefühl so zu antworten, mich fragend was der Gegenüber wohl für eine Antwort erwartet hätte. War es denn wirklich eine Frage aus reinem Interesse oder eher ein kläglicher Versuch ein Smaltalk zu beginnen? Ob ich die Frage jetzt zufriedenstellend beantworten konnte, dass steht meist in den Sternen.


War ich denn auch selber mit der Antwort zufrieden?


Nicht immer, eigentlich sogar recht selten, es war eine Standartantwort, die wohl die meisten Hobbyfotografen abliefern. Im Grunde war es aber auch keine falsche Äußerung, ich fotografiere ja schließlich auch fast alles, Landschaften, Gebäude, Menschen, Tiere, Objekte, ja sogar mal einen richtig kitschigen Sonnenuntergang.


Warum bin ich dann mit dieser Standartantwort nicht zufrieden, liegt es nur an der Formulierung oder steckt da noch mehr dahinter? 


In der letzten Zeit kommt es immer wieder mal vor, dass ich über mein Hobby, meine Fotografien, meine Aufnahme- und Bearbeitungstechniken nachdenke. 
  • Was gefällt mir und was weniger?
  • Was würde ich bei älteren Aufnahmen jetzt anders machen?
  • Habe ich mich in den letzten Jahren weiterentwickelt?
  • Habe ich für irgendein Motiv eine Vorliebe?
  • Habe ich meinen eigenen Stil gefunden?
Für mich die wichtigste Frage, die letzte, die Frage nach dem eigenen Stil muss ich leider verneinen.

Ich bewundere die Fotografen, ob es jetzt Hobby- oder Profifotografen sind, die ihren eigenen Stil gefunden haben, ihr Markenzeichen. Einen Stil mit einem gewissen Wiedererkennungswert, bei den man dann auch seine Werke ihm zuordnen könnte.
Auf meinem Lieblingsblog, Kwerfeldein werden ständig solche bekannte und unbekannte Fotografen vorgestellt und ihre Werke, Serien, Projekte präsentiert. Es ist interessant sich ein bisschen mit den Künstlern zu beschäftigen und in ihr Arbeiten einzutauchen.

Umso mehr deprimiert es mich dann, wenn ich mir mein eigenes Fotoarchiv auf der Festplatte anschaue. Ein Sammelsurium aus Allem, bunt gemischt ist alles dabei, eine Frühlingssuppe aus Fotos verschiedenster Kategorien. Überhaupt kein Wiedererkennungswert, kein Stil, kein roter Faden der sich durch das Archiv zieht ist zu erkennen.

Genau das möchte ich aber ändern, mehr dazu im nächsten Teil


Euer Andreas



1 Kommentar:

  1. Hab ich mir ehrlich gesagt noch nie so wirklich Gedanken drüber gemacht... Aber im Prinzip sind es am meisten verfallene Gebäude. Trotzdem auch irgendwie "alles was mir vor die Linse kommt". Was einen großteil meiner Bilder eher zusammenfasst ist, dass eher weniger das Motiv, als vielmehr die Tatsache, dass es (Ultra-)Weitwinkelaufnahmen sind...

    P.S.: Mit Kwerfeldein als Lieblingsblog hast du guten Geschmack bewiesen ;)

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