Mittwoch, 28. Mai 2014

PROJEKT 364 - #361/364

Das PROJEKT 364 neigt sich mit großen Schritten dem Ende zu. Weniger als eine handvoll Fotos, die ich mit meinem Smartphone mache und dann auch meiner Facebook Fanseite und meinem Google+ Profil poste müssen noch gemacht werden.

Aber was hat mich denn da geritten als ich gestern das 361ste Foto gemacht hatte. Es ist verschwommen, unscharf, kaum zu erkennen was es darstellen soll.

Beim täglichen surfen im World Wide Web, dem besuchen einiger Blog's bin ich auf einem Bericht auf dem Blog Licht-Spuren gestoßen, schon ein paar Tage alt, den ich mir aber noch nicht gelesen hatte. Es ging dort um Langzeitbelichtung ohne Stativ. Die Fotos die ich dort sah waren durch eine längere Belichtung, ohne das ein Stativ eingesetzt wurde natürlich verwackelt, nur leicht, aber verwackelt.

In der Vergangenheit bin ich schon oft auf ähnliche Aufnahmen gestoßen und habe schon einige Videotutorials dazu gesehen. Sei es im Wald, wo die Kamera während der längeren Belichtung auf und ab bewegt wurde oder im Großstadtdschungel wo die DSLR auch schon mal im oder gegen den Uhrzeigersinn gedreht wurde, aber solche Fotos sind einfach nicht so mein Ding. Ich liebe es, wenn die Fotos knackscharf sind, zumindest ein Teil, der wesentliche Teil von ihnen. Bei einer komplett verwackelten Aufnahme, auch wenn es gewollt ist habe ich einfach kein gutes Gefühl es zu präsentieren.
Würde man es dann erkennen, das es gezielt unscharf ist oder würde man sich eher wundern, dass ich ein total verhunztes Bild abliefere?


Ich schaue mir auch nicht gerne solche Fotos an, zumindest zählen sie, weiß Gott nicht zu meinen Favoriten.
Warum sollte ich dann selber überhaupt solche Fotos produzieren?
Da fällt mir ein Zitat von Lisette Model, "Fotografiere niemals etwas, das Dich nicht interessiert" ein.

Wo wir schon bei einem Zitat sind, auf meiner Website habe ich vor kurzem erst eine Sammlung mit einigen Zitaten aus dem Bereich der Fotografie zusammengestellt. Schaut doch mal dort vorbei.

Oder stehe ich einfach meiner eigenen Kreativität bloß im Weg?

Ich hatte den Tag über, genau diesen Blog Beitrag im Hinterkopf und ich wollte doch selber mal so ein Foto machen. Ich wollte es einfach mal selber ausprobieren.

Wie sollte ich das mit dem Smartphone hinbekommen?
Mit der App Camera FV-5 habe ich zwar die Möglichkeit etwas länger zu belichten, aber dieses funktioniert, wenn es etwas dunkler ist bei weitem besser als am helllichten Tag.

Da viel mir ein Tag, ich glaube es war im Dezember oder war es im Januar ein. Damals wurde es mir plötzlich warm und kalt zugleich, ich dachte die Kamera meines Smartphone war kaputt und das mitten in meinem Fotoprojekt. Die Fotos waren alle verschwommen und hatten einen Grauschleier bekommen. Der Verzweiflung nah merkte ich kurze Zeit später, dass die Linse einfach nur beschlagen war. Puh, Glück gehabt, schnell drüber gewischt und schon war wieder alles in Ordnung.

Daran erinnernd, hauchte ich mal kurz an der Linse, schaute aufs Display und drückte ab. Das Ergebnis habe ich dann noch mit der Android App Snapseed bearbeitet, schwarzweiß Konvertierung, Körnung hinzugefügt, Helligkeit angepasst, Kontrast noch etwas gemildert, Farbtemperatur ganz leicht ins negative laufen lassen (-4) und zum Schluss noch eine schwache Vignettierung hinzugefügt. Fertig!


Aber was sieht man da überhaupt?
Könnt Ihr es erkennen? Oder kann nur ich es erkennen, weil ich es selber fotografiert habe?

Ratet doch einfach mal, weiter unten kommt die Auflösung ;-)

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!!! Achtung Spoiler !!!

Auflösung


Die Aufnahme habe ich in der Innenstadt von Unna gemacht, links und rechts sind die Fassaden der Geschäfts- und Wohnhäuser zu sehen. Es regnete, es regnete sogar recht stark, drei weibliche Passantinnen, mit Regenschirmen bewaffnet gingen vor mir her.

Dieses war die Szene, welche ich für das Foto # 361, für mein Jahresprojekt gewählt hatte.
Habt Ihr es erkennen können?

Wie gefällt Euch diese Aufnahme?
Wie gefallen Euch generell solche, doch recht kreative Werke?

Euer Andreas




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