Sonntag, 5. Januar 2014

PROJEKT 364 - 7. Monatsbericht

Sieben Monate ist es jetzt her, dass ich das PROJEKT 364 gestartet habe. Ein Fotoprojekt, bei dem ich ein Jahr lang täglich ein Foto mit dem Smartphone mache und dieses auf meiner Facebook Fanseite und meinem Google+ Profil poste.

Bei der Bildbearbeutungs-App Snapseed gab es Ende November ein Update, ein HDR Filter ist dazu gekommen. Es versteht sich von selbst, dass ich diesen natürlich sofort ausprobieren musste. Sehr skeptisch war ich, da ich die HDR Technik doch sehr schätze und auch gerne anwende.

Über HDR möchte ich jetzt hier gar nicht näher eingehen, nur soviel, aus einer Belichtungsreihe, also mehrere unterschiedlich belichtete Aufnahmen des gleichen Motivs nimmt sich eine Spezialsoftware die jeweils korrekt belichtete dunkle Bereiche und die hellen Bereiche und kombiniert diese zu einem optimal belichteten Foto. Dieses erstellte HDR (High Dynamic Range) hat einen so großen Dynamikumfang, dass es auf den herkömmlichen Ausgabemedien nicht dargestellt werden kann. Mit Hilfe des Tone-Mapping Verfahren erstellt man deshalb wieder ein darstellbares LDR (Low Dynamic Range) Foto, welches dann aber keine überbelichtete und/oder unterbelichtete Bereich mehr aufweist.

Aber wie soll das ein Smartphone schaffen?
Das konnte ja eigentlich nur ein Balanceakt aus Kontraststeigerung, abschwächen der Lichter und erhöhen der mittleren und dunklen Bereichen sein. Nur noch ein Filter drüber gelegt, der den fälschlicherweise als typischen HDR-Look bezeichnet simulieren und fertig!
Typischer HDR-Look? Im Grunde ist das eine übertriebene Einstellung verschiedener Werte bei dem Tone-Mapping Verfahren. Oft gehen diese surreale und Impressionistische Werke am guten Geschmack vorbei. Auch in meiner Galerie befinden sich einige Werke, denen man sofort ansieht, dass es HDR´s sind. Ich habe aber immer versucht nicht über das Ziel hinaus zu schießen.

Zurück zu Snapseed, ich habe ein Foto in die App geladen und dann mal den Filter angewendet. Was ich dann sah hatte ich ja schon befürchtet, durch das extreme aufhellen und abschwächen einzelner Bereiche entstand ein enormes Bildrauschen und kitschig Bunt war das Foto auch noch geworden. Aber wie ich es ja schon von der Bildbearbeitungs-App gewohnt war, hat man ja wieder viele Möglichkeiten das Foto nach seinen Geschmack zu verändern. Für einen der 4 verschiedenen Filter (Natur, Personen, Fein, Stark) entscheidet man sich am Anfang und dann kann man jeweils noch die Filterstärke, Helligkeit, Sättigung und Glättung verändern. Natürlich kann man, wenn man sich für eine Filter entschieden hat, diesen gegebenenfalls nach seinem Geschmack veränderte noch das Foto weiterbearbeiten. Zusätzlich einen Vintage-Filter beispielsweise drüberlegen oder einfach unter "Tune Image" das Bild noch weiter optimieren.

Dieses ist das erste Foto, welches ich für das PROJEKT 364 im HDR-Look mit Snapseed gemacht hatte. Ich hatte mich bewusst für den Filter "Stark" entschieden, habe dann die Filterstärke auf ein Maximum gestellt, die Helligkeit etwas herunter geschraubt, die Sättigung der Farben soweit zurückgenommen, bis nur noch wenige Bereich, die vorher sehr Farbintensiv waren noch mit Farbe versehen waren. Mit einem klick auf das Häkchen unten links wurde der, von mit modifizierte Filter dann angewendet. Unter "Tune Image" habe ich das Foto noch etwas meinen Wünschen angepasst, aber für mich der wichtigste Punkt war, die Farbtemperatur ein bisschen ins warme laufen zu lassen. Somit erhielt das Foto einen beige/bräunlichen Touch. Zum Schluss habe ich noch eine Vignettierung, eine Randabschattung auf das Bild angewendet. Und fertig war das Foto.


Ein Kommentar auf der Facebook Fanseite lautete: 
"..., als ob es aus einem Spiel stammt"

Und genau das war es, was mir vorschwebte, als ich dieses Foto bearbeitete. Ich habe versucht eine gewisse Endzeitstimmung zu erzeugen und bin selber mit dem Ergebnis recht zufrieden. Vor allem muss ich erwähnen, dass die Bearbeitung dieses Bildes keine 2 Minuten gedauert hat. Dieser Endzeitstimmungs-Effekt gefiel mehr sehr gut, so dass ich im laufe des Monats mehrere Aufnahmen auf diese Art bearbeitet habe.







Diese Aufnahmen sind jetzt wirklich reine Geschmackssache, mit out-of-cam hat das nichts mehr zu tun. Mir selber gefallen diese Fotos ganz gut und ich werde diesen Effekt dann auch mal, mit Hilfe von Photomatix bei einigen Fotos anwenden, die ich mit meiner Spiegelreflexkamera gemacht habe. Ob es jetzt ein Stil wird, denn ich in Zukunft intensivieren werde, kann ich noch nicht genau sagen. Ab und zu werde ich bestimmt auf diese Art das eine oder andere Foto bearbeiten, aber ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass man sich an diesen Effekt sehr schnell satt sieht.
Man wird sehen, was die Zukunft so bringt.

Das war also der 7. Monat meines PROJEKT 364, ein Monat bei dem es eine gute Neuerung bei Snapseed gab, ein Monat bei dem ich sehr viel experimentieren konnte, ein Monat bei dem ich einen Fotostil für mich entdeckt habe der mir sehr gut gefällt, ein Monat der vielleicht sogar ein Teil meiner zukünftigen Fotos beeinflussen wird.

Euer Andreas


Hinweis: Sämtliche Fotos die ich im Dezember gemacht hatte seht Ihr hier




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